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Obwohl sie technisch gesehen lebendig sind, ähneln Pfortenschlote eher Konstruktionen wie Termitenbauten.
1. Schaufelring
Der älteste Bestandteil jedes Pfortenschlots ist der Schaufelring. Dieser Ring enthält eine Schleife aus leitfähigen, metallischen Bakterienfasern, die von Schichten aus Polymer umgeben sind, welche Polyanilin ähneln. Wenn sie Elektrizität ausgesetzt werden, erzeugen die Bakterienfasern Lorentzkraft und befördern Wasser durch den Ring (was den Ring in die entgegengesetzte Richtung bewegt).
2. Trachealstängel
Der Stängel (oder Petiolus), der den Schaufelring trägt, ähnelt einer menschlichen Luftröhre. Jede Scheibe ist eine Kolonie weicher Korallenpolypen, die durch ein zähes, flexibles Gewebe (das Coenenchym) verbunden sind. Die harte, äußere Oberfläche ist eine Schicht lebender Kieselalgen – Siliziumhüllen, die von klebrigem Schleim umhüllt sind.
3. Bauende Spezies
Pfortenschlote werden von einer sozialen Krill-Spezies erbaut, *Krill krikophore*, auch Ringträger-Krill genannt. Obwohl sie aufgrund ihrer geringen Größe ohne Hilfsmittel nicht sichtbar sind, baut diese Krillspezies den gesamten Pfortenschlot: Zuerst werden Ringe aus Bakterienfasern gelegt, dann folgen die Absonderung des Polymerisoliermaterials und das Sammeln von Korallenpolypen und Kieselalgenbestandteilen, um den stützenden Stängel zu bauen. Das Verhalten des Ringträger-Krills ähnelt dem der irdischen Holzwespe.
4. Ökologische Nische
Der Pfortenschlot ist eine biologische Mautstelle, die Wasser einsaugt, welches reich an Plankton, Krill und anderer Meiofauna des Meeres ist. Der Ringträger-Krill nimmt diese Beutetiere und Nährstoffe als Nahrung auf. Verwandte Ringträger-Krill-Kolonien versuchen, ihre Pfortenschlote gegenseitig zueinander auszurichten, um so kontinuierliche Fernstraßen zu bilden.
5. Energiequelle?
Die Elektrizitätsquelle des Pfortenschlots ist nicht unmittelbar ersichtlich.
Bewertung: möglicherweise eine nützliche Mobilitätshilfe.